16.+17.05. in Göttingen: Castoriadis und ‚Socialisme ou Barbarie‘ heute: Was bleibt?

EINLADUNG ZUM WORKSHOP

„Castoriadis und ‚Socialisme ou Barbarie‘ heute: Was bleibt?“

am 16. und 17. Mai 2009 in Göttingen

Nach der erfolgreichen „Castoriadis lesen“-Reihe im letzten Sommer in Göttingen bestand bei vielen das Bedürfnis, die Diskussion um die Ideen und die aktuelle theoretische wie politische Bedeutung des Werkes von Cornelius Castoriadis weiterzuführen und zu vertiefen:

• Wie sind Castoriadis und „Socialisme ou Barbarie“ in die Tradition der revolutionären Bewegung einzuordnen, welche besonderen Akzente haben sie gesetzt, die uns auch heute noch etwas sagen?

• Was begründet ihren Abschied vom Sozialismusbegriff, und was meint die an seine Stelle getretene Rede vom Autonomieentwurf eigentlich genau?

• Wie sehen die Perspektiven der Autonomie angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen – Stichwort: „Krise“ des Kapitalismus – heute aus?

Wir möchten deshalb einen Workshop durchführen, der Material zur Auseinandersetzung mit solchen und anderen Fragen rund um das Werk von Castoriadis und den Autonomieentwurf liefern soll – und Lust machen auf weiterführende Debatten.
Der Workshop findet im Anschluss an die Jahresversammlung des VSFA (Freitag, 15.5.) statt, richtet sich aber ausdrücklich an alle, die Interesse an diesen Fragestellungen haben. Textgrundlage der Beiträge und Diskussionen sollen vor allem die Bände 2.1 und 2.2 der Ausgewählten Schriften von Castoriadis (Vom Sozialismus zur autonomen Gesellschaft) sein.

Vorläufiges Programm

Samstag, 16.5.

Vormittags

Andrea Gabler: Autonomie in der Arbeit – Die Arbeitsanalysen von Socialisme ou Barbarie“ heute

Nachmittags

Harald Wolf: Moderne Gesellschaft und revolutionäre Bewegung – Bruch- und Fluchtlinien vom „frühen“ zum „späten“ Castoriadis

N.N.: Vorbereitete Diskussion von Castoriadis-Texten aus den Ausgewählten Schriften (Lektürevorschläge s.u.)

Sonntag, 17.5.

Vormittags

N.N.: Evtl. ein weiterer Beitrag Fortsetzung der Diskussion und Austausch über weitere Perspektiven

Lockerer Ausklang, z.B. mit Fußball, Boule, Kaffe und Kuchen…

Dieses vorläufige Programm ist ersichtlich noch lückenhaft, nicht endgültig und offen für Änderungswünsche, weitere Ideen und Beiträge. Der genaue Ablauf wird peu à peu von allen, die aktiv teilnehmen möchten, weiter zu gestalten und festzulegen sein.

Organisation und Vorbereitung:

Der Workshop ist für alle Interessierten offen. Aus Planungsgründen und um die gemeinsame Gestaltung zu ermöglichen bitten wir aber um eine verbindliche Anmeldung bis zum 20. April 2009. Sinnvoll ist außerdem die vorbereitende Beschäftigung mit einigen Basistexten aus den genannten Bänden der Ausgewählten Schriften. Empfohlen wird die Lektüre des Interviews „Warum ich kein Marxist mehr bin“ (Bd. 2.1) und des Aufsatzes „Die revolutionäre Bewegung im modernen Kapitalismus“ (Bd. 2.2).
Ansonsten ist auch organisatorisch noch vieles offen, da es nicht zuletzt von der Anzahl der Anmeldungen abhängt: Tagungsraum, „Catering“, Kinderbetreuung, Übernachtungsmöglichkei ten für Auswärtige. Auch hier sind Ideen und Beteiligung noch gefragt!

Anmeldungen bitte an Harald Wolf ( hwolf1@gwdg.de). Alles weitere beschließen die TeilnehmerInnen dann gemeinsam.

Göttingen, 5. April 2009