28.04. in Halle: Castoriadis: Vom Sozialismus zur autonomen Gesellschaft

Harald Wolf

Cornelius Castoriadis: Vom Sozialismus zur autonomen Gesellschaft

Cornelius Castoriadis (1922-1997) war nicht nur einer der bedeutendsten libertären Theoretiker, sondern einer der wichtigsten und originellsten Denker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überhaupt. In zwei Veranstaltungen sollen Grundzüge seiner politisch-theoretischen Laufbahn und seines Werkes besprochen werden. Der erste Teil knüpft an die Konzepte und Perspektiven an, die Castoriadis in und mit der Gruppe „Socialisme ou Barbarie“ (1949-1967) in den 1950er und 1960er Jahren entwickelte. Aus Analysen des westlichen wie östlichen bürokratischen Kapitalismus sowie der zeitgenössischen Klassenkämpfe entwickelt er eine Neubestimmung des Inhalts des Sozialismus. Von Anfang an stand dabei der Begriff der Autonomie im Zentrum, den er immer mehr erweiterte und radikalisierte, bis er ihn schließlich an die Stelle des Sozialismusbegriffs. Am Ende dieser Periode steht der Bruch mit dem Marxismus – „um Revolutionär bleiben zu können“.

Harald Wolf ist Soziologe und arbeitet am Soziologischen Forschungsinstitut (SOFI) in Göttingen. Er ist Mitherausgeber der Ausgewählten Schriften von Castoriadis (Verlag Edition AV, Lich, 2006ff) und Mitbegründer des „Vereins für das Studium und die Förderung der Autonomie“ (www.autonomieentwurf.de).


Dienstag, 28. April 2009, 19 Uhr in den Räumen von Radio Corax, Unterberg 11, 06108 Halle

www.radiocorax.de


1 Antwort auf “28.04. in Halle: Castoriadis: Vom Sozialismus zur autonomen Gesellschaft”


  1. 1 ambivalenz Trackback am 27. April 2009 um 13:42 Uhr
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